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Kalinka

 

Kalinka

Das schöne an einem Klischee ist, dass niemand so genau weiß, um was es geht, und trotzdem alle Bescheid wissen. „Kalinka“ ist die niedliche Verkleinerungsform der Kalina-Beere, aber natürlich ist „Kalinka“ das Lied von 1860, dessen Wörter zu Mitsingsilben werden, Kalinkakalinkakalinka Moja! Das Lied, bei dem wir Bilder abspulen über Russland und seine Folklore, seine Musik und vielleicht, was auch immer das sein mag, seine Seele. Ein Klischee ist nie echt und doch ist es wahr, weil es unsere Vorstellungen auf den Punkt bringt, eine Vorstellung, von der man sich differenzieren, aber auch eine Vorstellung, mit der man spielen kann. Miranda Konstantinidou hat sich für den zweiten Weg entschieden. „Kalinka“ ist Russland, oder das was wir davon halten, und das richtig. Wir sehen alte russische Stoffe, Brokate, Teppiche. Wir sehen Sterne, die Embleme aus der sowjetischen Zeit sein könnten, aber auch Sterne in Bewegung wie bei einem Feuerwerk. Es entstehen klare, klassische Muster, die auf hochwertigen Samt Detail verliebt gestickt sind und nur durch kleine Kristallsteine angereichert, die die zarten filigranen Muster dezent unterstützen.

Durch die nuancierte Färbung des Samts wurde eine eigenwillige, uns eher unbekannte Farbwelt geschaffen, die uns in ein fernes Reich führt. Eine Form- und Farbenpracht, die anziehend wirkt. Intensive Wahrnehmungen, mit denen wir spielen können: Die meisten „Kalinka“-Schmuckstücke können von beiden Seiten getragen werden.

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